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Autor Thema: "Von Keltos und seinen Kindern" von Samonios  (Gelesen 3077 mal)

Bodvos

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"Von Keltos und seinen Kindern" von Samonios
« am: 31. Juli 2009, 22:25:46 »

Von Keltos und seinen Kindern
von Samonios


Inspiriert von den Berichten über die Abstammung der Kelten bei Tamagenes, Parthinus und Diodor
wagt Samonios hier erstmals eine moderne "Neudichtung" eines keltischen Herkunftsmythos.

 

Vorwort von Samonios:

Die Rolle des Herakles übernimmt wie bei Lukian hier Ogmios, der wie sein griechischer "Verwandter" auf Rinderraub aus ist. An sie Stelle von Geryones tritt bei mir der aus der Gründungssage von Lugdunum bekannte Seroneus (ich hoffe er ist mir nicht böse wenn ich ihn zu einem bösen Riesen mache der von Ogmios erschlagen wird). Keltos bzw. Galates wird zum "Dispater" der Kelten und teilt einige seiner Züge mit den der irischen "Ahnen"  des Lebor Gabala Eirenn (Miled, Feinius Farsaid, Gaedel Glas und Eber Donn). Bretannus heisst nun Britannos und ist dem walisischen Prydein sohn des Aedd Mawr nachgebildet. Seine Tochter ist anstelle der Nymphe Galateia jetzt "Gallia", der Genius den Landes Gallien... sie erinnert nun an die inselkeltischen Verkörperungen der "Souvereignty".

 

 

Von Keltos und seinen Kindern

Vor langer Zeit, als die Götter aus Deonas Volk noch jenseits von Meldiomagos dem grosses Ozean wandelten,
zog Ogmios der weise und starke Sohn von Taranis dem guten Himmelsvater mit seinem Gefolge durch alle Länder.
Damals knechtete das Land und die Völker Hispaniens der vielköpfige Riese Seroneos mit seinen Söhnen und hielt sich dort seine Herden gewaltiger und schöner rotgehörnter Rinder.
Als Ogmios nach Hispanien kam forderte er Seroneos und seine Söhne zum Kampf heraus, erschlug sie und nahm ihre Köpfe und befreite so das Land von ihrem Tribut.
Er nahm sich Seroneus Herden die Kinder des Stiergottes Tarvos waren und kam auf seiner Rückreise in das Land des Königs Britannos, der ein Sohn des strahlenden Belenos-Aedem war.
Britannos empfing Ogmios mit aller Gastfreundschaft und bewirtete ihn freundlich in seinem Hause, am nächsten Morgen jedoch als Ogmios und sein Gefolge aus dem Schlaf erwachten waren die Herden seiner rotbehornten Rinder fortgetrieben.
Gallia, die Tochter des Britannos hatte sich in den fremden Mann verliebt und die Rinder an einem geheimen Ort verborgen und legte Ogmios die Bestimmung auf ihr seine Liebe zu schenken.Ogmios teilte mit Gallia drei Nächte und drei Tage lang sein Lager und am Morgen des dritten Tages gab Gallia ihm die Beute seines Raubzuges zurück, woraufhin er sie verliess um seine Wanderschaft fortzusetzen. Nach drei mal drei vollen Monden jedoch gebar Gallia einen Sohn der den Namen Keltos, der Held,  erhielt und nach drei Tagen bereits dreimal grösser, schöner und stärker war als jeder sterbliche Mann.
Keltos befreite bald schon das Land seiner Mutter von allen Ungeheuern, Riesen und wilden Tieren und begründete viele Städte und tapfere und starke Männer und Frauen sammelten sich bald um ihn um ihm zu folgen.
Als Keltos ein alter Mann war, und ihm war eine Lebenszeit vergönnt dreimal länger als die jedes sterblichen Mannes, ging er über den Ozean nach Antumnos um dort beim Gastmahl des Gobanos an der Seite seines Vaters zu sitzen.
Die Söhne des Keltos jedoch wurden die Väter vieler Stämme und ihre Völker nannten sich alle gemeinsam nach ihrem ruhmreichen Vorfahren Kinder des Keltos oder Kelten und ihr Vater empfängt sie und all ihre Kinder und Kindeskinder nach ihrem Tode in Antumnos an seiner Seite.
Andere aber erzählen Keltos habe noch zwei Brüder gehabt, Galates und Illyrios, und diese seien mit ihm nach Antumnos gegangen und auch ihre Kinder würden an Gobanos Gastmahl zu Ogmios Ruhme teilnehmen.

So wird es von den Druiden seit altersher berichtet.





gedichtet von Samonios
« Letzte Änderung: 24. Februar 2013, 00:44:31 von Bodvos »
Gespeichert
 


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